Datenmaskierung: KI nutzen, ohne Kundendaten preiszugeben
Das Wichtigste in 30 SekundenViele Unternehmen meiden KI, weil sie keine Kundendaten in fremde Rechenzentren schicken wollen. Das ist vernünftig. Die Lösung heißt Datenmaskierung: Personen- und Firmennamen werden durch Platzhalter ersetzt, bevor ein Text das Haus verlässt – und danach wieder eingesetzt.
Das Problem
In den Erhebungen des Statistischen Bundesamts nennen 60 Prozent der Unternehmen, die KI erwogen und dann doch nicht eingeführt haben, Bedenken beim Datenschutz als Grund. Gleichzeitig kopieren Mitarbeiter täglich Verträge, E-Mails und Kundenlisten in öffentliche KI-Werkzeuge – weil es schneller geht. Verbieten hilft selten. Besser ist ein Weg, der sicher und bequem zugleich ist.
So funktioniert Maskierung
Stellen Sie sich einen Vertrag vor, den Sie zusammenfassen lassen wollen. Bevor er Ihren Rechner verlässt, ersetzt ein kleines Programm alles, was eine Person oder Firma erkennbar macht:
- „Maria Schulz“ wird zu
{{PERSON_1}} - „Müller Bau GmbH“ wird zu
{{FIRMA_1}} - „0221 123456“ wird zu
{{TEL_1}}
Die Zuordnungsliste bleibt bei Ihnen. Die KI arbeitet nur mit Platzhaltern und liefert etwa eine Zusammenfassung zurück, in der {{FIRMA_1}} vorkommt. Auf Ihrem Rechner wird daraus wieder Müller Bau. Der KI-Anbieter sieht nur Platzhalter, keine Namen.
Worauf es ankommt
- Die Liste muss vollständig sein. Ein vergessener Name ist ein offener Name. Deshalb pflegt man pro Projekt eine Namensliste und prüft das Ergebnis vor dem Versand.
- Platzhalter müssen unverletzt zurückkommen. Wenn die KI aus
{{PERSON_1}}„Herrn{{PERSON_1}}s“ macht, klappt das Zurücksetzen nicht. Gute Abläufe weisen die KI ausdrücklich an, Platzhalter nicht zu verändern – und prüfen es. - Maskierung ersetzt nicht das Denken. Ein Text kann auch ohne Namen verraten, um wen es geht („der einzige Zahnarzt im Ort“). Hier hilft Schulung.
Aus unserem Haus
Wir arbeiten selbst so: Dateien mit Namen werden lokal maskiert, bevor sie verarbeitet werden. Die Ergebnisse kommen als Word oder HTML zurück, das fertige PDF entsteht erst nach dem Zurücksetzen – auf unserem eigenen Rechner.
Was Sie jetzt tun können
- Legen Sie fest, welche Daten nie unmaskiert in ein KI-Werkzeug dürfen.
- Prüfen Sie, ob Ihre Werkzeuge Daten für Training verwenden – und schalten Sie es ab, wo möglich.
- Für sensible Bereiche: Maskierung einrichten oder einen eigenen Server nutzen.
Unser Angebot
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